Die Idee zum japanischen Badehaus in Suckow

In früheren Zeiten gab es zum herrschaftlichen Park von Suckow ein Badehaus. Es stand auf eichenen Pfosten im See, in einer kleinen, eigens angelegten Bucht unter einer alten Esche. Die Reste der Stützkonstruktion ragen heute noch gut erkennbar aus dem Wasser. Was lag daher bei der Wiederherstellung von Gut Suckow näher, als über ein neues Badehaus nachzudenken?

Eines war von Anfang an klar: Das Badehaus soll sich harmonisch ins Gesamtensemble von Gebäuden, Park und Natur am Suckower Haussee einfügen. Die Herausforderung war, einen für sich stehenden, ästhetisch klaren Bau ohne Konkurrenz zu bestehenden und wiederhergestellten Bauten – vielmehr eine zurückhaltende Ergänzung dazu – zu entwerfen. In den vergangenen Jahren haben wir Japan bereist und dabei die Schönheit und zugleich Schlichtheit von Gebäuden, Tempeln und Schreinen, deren ausgeglichene Gestaltung und ruhige Ausstrahlung bewundert.

In ländlichen Gegenden sind Häuser und Landschaft meist eng miteinander verwoben, Innen- und Außenbereiche gehen ohne Bruch ineinander über. Japanische Gärten mit kunstvoll geschnittenen Bäumen und Hecken sowie geharkten Kiesflächen, die immer die umgebenden alten Bäume, Steine und Landschaftselemente einbeziehen, haben es uns besonders angetan. Und nicht zuletzt hat Japan mit seinen Sentō (öffentliche Bäder) und Onsen (Bäder mit heißen Quellen) eine alte und populäre Badekultur.

Damit war unser Vorbild gefunden: Ein japanisches Badehaus. Uns ging es nicht darum, stilgetreu die Nachbildung eines japanischen Bades zu errichten, vielmehr sind uns die japanischen Gestaltungsregeln eine Quelle der Inspiration.

Jeder Tag ist ein guter Tag (Buddha)
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